# diora-tui EPUB-Reader im Terminal — die erste Stufe einer TUI-Version von diora. Zeigt ein Buch als **eine durchgehende Ansicht** über alle Kapitel hinweg (wie diora's Web-Reader), nicht Kapitel für Kapitel. Lesefortschritt wird als dieselbe `"blockIndex:innerFraction"`-Positionsangabe geführt wie der Web-Reader (`books/models.py`, `EBookProgress`) — `blockIndex` zählt dabei exakt wie `static/js/app.js`s `EPUB_BLOCK_SELECTOR` (`p, h1-h6, li, blockquote, dt, dd, figcaption` + textbasierte `div`s ohne Element-Kinder), fortlaufend über das ganze Buch. Dadurch ist die Position zwischen TUI und Web-Reader direkt vergleichbar, und `diora-tui sync` kann Fortschritt in beide Richtungen synchronisieren (siehe unten). Fortschritt wird — genau wie im Web-Reader (`save_progress`) — nur vorwärts überschrieben ("furthest wins"), lokal in `progress.json` (`~/.local/share/diora-tui/`, via `platformdirs`), damit ein älterer/gestaffelter Lauf nie eine bereits weiter gelesene Position zurücksetzt. ## Setup ```bash cd tui pip install -e . ``` ## Nutzung ```bash diora-tui --library ~/Books # Standard: ~/Books ``` Tastenkürzel: - `↑`/`k`, `↓`/`j` — zeilenweise scrollen - `n` — nächstes Kapitel, `p` — vorheriges Kapitel - `f` — Fußnote in der Nähe der aktuellen Position anzeigen (Peek-Overlay, `Escape`/`f`/`q` zum Schließen); Erkennung folgt derselben Heuristik wie `app.js`s `_looksLikeFootnoteLink` (Link in/um ``, Klassenname mit note/footnote/fn, oder `epub:type="noteref"`) - `Enter` — markiertes Buch aus der Bibliothek öffnen - `r` (in der Bibliothek) — gelesene Bücher ein-/ausblenden (siehe unten) - `Escape` / `q` — zurück zur Bibliothek (im Reader) bzw. beenden (in der Bibliothek) Der Fließtext ist auf 120 Zeichen Breite begrenzt und horizontal zentriert (lesbarer als volle Terminalbreite bei breiten Fenstern). Unten rechts zeigt eine Statusleiste Akkustand (falls vorhanden, via `psutil`) und Uhrzeit, sekündlich aktualisiert, auf Bibliotheks- und Reader-Ansicht. Die Bibliotheksansicht ist nach zuletzt geöffnetem Buch sortiert (neueste zuerst; anhand des Zeitstempels der zuletzt gespeicherten Position), und blendet gelesene Bücher standardmäßig aus (`EBook.is_read` aus dem Sync-Snapshot, lokal in `library.json` gespiegelt) — `r` zeigt sie wieder an, für diese Sitzung. ## Bücher + Fortschritt vom Server holen (`diora-tui sync`) Sobald einmal Zugangsdaten gespeichert sind (`~/.config/diora-tui/config.json`, siehe unten), synct `diora-tui` **automatisch** — einmal leise im Hintergrund beim Start (neue Bücher + Fortschritt werden nachgeladen, die Bibliotheksliste aktualisiert sich von selbst) und einmal beim Beenden über `q` (kurzer Moment Verzögerung, bevor die App tatsächlich schließt). Der explizite Befehl ist für's Ersteinrichten und für Nicht-interaktive Nutzung (Cron o.ä.): ```bash diora-tui sync # nutzt gespeicherte Zugangsdaten, sonst interaktive Abfrage diora-tui sync --server https://diora.creamfresh.xyz --save # einmalig einrichten + speichern ``` Lädt alle EPUBs des Accounts über `GET /api/sync/` + `GET /books//data/` herunter, entschlüsselt sie lokal (AES-256-GCM, kompatibel zu `static/js/app.js`) und legt sie als normale `.epub`-Dateien in `--library` ab (Dateiname ` - .epub`) — von da an funktionieren sie wie jedes andere lokale Buch. Bereits heruntergeladene Bücher werden beim nächsten Lauf übersprungen (kein erneuter Download). Der Fortschritt aus dem Snapshot wird dabei ebenfalls übernommen (nur vorwärts, wie lokal auch). Während ein so heruntergeladenes Buch geöffnet ist (erkennbar am ` - `-Dateinamens- Präfix), schickt der Reader Fortschritts-Updates zusätzlich zurück an den Server (`POST /books//progress/`, `force: false` — überschreibt also nie eine weiter gelesene Position, egal ob die vom Web-Reader oder einem anderen Gerät stammt). Rein lokale Bücher (ohne dieses Präfix) bleiben unangetastet, kein Netzwerkzugriff. Dafür nötig, beim ersten Lauf abgefragt (danach optional lokal gespeichert unter `~/.config/diora-tui/config.json`, `chmod 600`): - **Server-URL** — z.B. `https://diora.creamfresh.xyz`. - **API-Token** — diora → Einstellungen (`/accounts/settings/`) → "Personal Access Token". - **Verschlüsselungs-Key** — der AES-256-Schlüssel, mit dem deine Bücher clientseitig verschlüsselt wurden. Der `sync`-Prompt bietet zwei Wege: 1. **Aus Benutzername + Passwort ableiten** (Standard) — reproduziert exakt, was diora's "Unlock with password"-Formular im Browser tut (PBKDF2-HMAC-SHA256, 200.000 Iterationen, Salt `"diora:" + username`; siehe `static/js/app.js:deriveAndStoreKey`). Funktioniert nur, wenn der Account diesen Weg im Browser mindestens einmal benutzt hat — sonst wurde der Key ursprünglich zufällig im Browser erzeugt, und diese Ableitung trifft ihn nicht. `sync` meldet einen falschen Key als Entschlüsselungsfehler (harmlos, kein Datenverlust), nie als falsches Ergebnis. 2. **Base64-Key direkt einfügen** — für den Fall, dass Weg 1 nicht passt. Der Export-Button dafür ist im Browser-UI aktuell nicht verdrahtet (`exportEncKey()` in `app.js` existiert, hat aber keinen sichtbaren Button); bis das nachgezogen ist, in der Browser-Devtools-Konsole auf der diora-Seite (nicht `/accounts/settings/` — die lädt `app.js` nicht) ausführen: `await exportEncKey()` — kopiert den Key ins Clipboard, von dort ins `sync`-Prompt einfügen. Schlägt das mit einem `NotAllowedError`/`InvalidAccessError` fehl, stattdessen direkt aus `localStorage` lesen: `localStorage.getItem('diora_enc_key_' + window.USER_ID)`. Der Key/Token wird genauso vertrauensvoll behandelt wie im Web-Client (dort liegt der Schlüssel unverschlüsselt in `localStorage`): lokal als Klartext in einer 0600-Datei. ## Performance bei großen Büchern Sehr große Bücher (mehrstellige Tausend Absätze — z.B. Sammelbände) können beim *ersten* Öffnen mehrere Sekunden bis niedrige zweistellige Sekunden brauchen (Parsing + Zeilenumbruch-Berechnung für die durchgehende Ansicht). Ein zweites Öffnen desselben Buchs bei gleicher Terminalbreite ist dank Cache (`~/.cache/diora-tui/layout_cache/`) deutlich schneller. Das Rendering selbst skaliert nicht mit der Buchgröße — nur die tatsächlich sichtbaren Zeilen werden gezeichnet (Textual Line API), nicht das ganze Buch auf einmal. ## Grenzen der aktuellen Version - Nur EPUB, kein PDF — `sync` lädt PDFs im Account gar nicht erst herunter (übersprungen, wird gemeldet), da der Reader sie ohnehin nicht darstellen kann. - Text wird als Fließtext ohne Bild-/Layout-Rendering dargestellt. - `innerFraction` (die Position *innerhalb* eines Blocks) ist eine Terminal-Näherung (zeilenbasiert statt pixelbasiert wie im Browser) — für die Fortschritts-Sortierung zählt primär `blockIndex`, der exakt mit dem Web-Reader übereinstimmt; `innerFraction` ist nur ein Tiebreaker innerhalb desselben Blocks.