diora-web/tui
marwin db3f520632 TUI: durchgehende Leseansicht mit web-kompatiblen Anchors, Fußnoten, bidirektionalem Progress-Sync
Reader zeigt Bücher jetzt als eine fortlaufende Ansicht über alle Kapitel
statt Kapitel für Kapitel (diora_tui/blocks.py, layout.py, book_view.py,
reader_screen.py). blockIndex wird exakt wie app.js' EPUB_BLOCK_SELECTOR
gezählt (p/h1-6/li/blockquote/dt/dd/figcaption + kindlose divs), inklusive
linear="no"-Spine-Einträgen — app.js filtert die nicht, und Skippen hätte
sowohl Fußnoten-Ziele verfehlt als auch alle folgenden Blockindizes gegen
den Web-Reader verschoben. innerFraction ist eine zeilenbasierte Näherung
(Terminal hat keine Pixel-Geometrie), was funktioniert, weil der
Furthest-Wins-Vergleich primär nach blockIndex sortiert.

Rendering nutzt Textuals Line-API (ContinuousBookView.render_line) statt
eines einzelnen riesigen Static — bei großen Büchern (mehrere reale
heruntergeladene Bücher haben zehntausende Blocks) hätte ein Static den
Layout/Paint-Pass auf über eine Minute gebracht. Zusätzlich cached
diora_tui/cache.py das (Buch, Layout)-Paar pro (Datei, Breite) auf Platte
für schnelles Wiederöffnen. Text ist auf 120 Zeichen begrenzt und
zentriert.

Fußnoten (f-Taste, FootnoteScreen): Erkennung wie app.js'
_looksLikeFootnoteLink; Ziel-Auflösung sammelt IDs aus dem ganzen
Block-Teilbaum (nicht nur vom Block-Tag selbst), weil Fußnoten-Ziele
häufig auf einem inneren <a> statt dem umschließenden <p> sitzen.

Progress-Sync ist jetzt bidirektional, ohne Übersetzungsschicht nötig, da
beide Seiten dasselbe Anchor-Format nutzen: sync zieht book_progress aus
dem Snapshot in den lokalen Store (furthest-wins); der Reader schickt bei
offenen server-verknüpften Büchern Updates zurück (force: false, im
Hintergrund-Worker).

Verschlüsselungs-Key-Beschaffung ergänzt um den Fallback
localStorage.getItem(...) falls die Clipboard-API in der Konsole
verweigert wird.

Getestet: Blockindex-/Fußnoten-Korrektheit gegen reale Bücher (u.a.
3686/3686 aufgelöste Fußnoten bei einem Zizek-Band), Anchor-Mathematik
per Unit-Test, vollständiger Pilot-Test (Navigation, Scroll,
Kapitelsprung, Fußnoten-Peek, Resize), Performance-Messung über mehrere
Buchgrößen inkl. Cache-Effekt (größtes Buch: ~34k Blocks, kalt ~20-30s,
warm ~5s), Save/Restore-Round-Trip 5x wiederholt gegen eine
Race-Condition beim ersten Post-Load-Scroll, und Progress-Push
End-to-End gegen einen echten Dev-Server verifiziert.
2026-08-15 17:59:46 +02:00
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diora_tui TUI: durchgehende Leseansicht mit web-kompatiblen Anchors, Fußnoten, bidirektionalem Progress-Sync 2026-08-15 17:59:46 +02:00
pyproject.toml TUI: durchgehende Leseansicht mit web-kompatiblen Anchors, Fußnoten, bidirektionalem Progress-Sync 2026-08-15 17:59:46 +02:00
README.md TUI: durchgehende Leseansicht mit web-kompatiblen Anchors, Fußnoten, bidirektionalem Progress-Sync 2026-08-15 17:59:46 +02:00

diora-tui

EPUB-Reader im Terminal — die erste Stufe einer TUI-Version von diora.

Zeigt ein Buch als eine durchgehende Ansicht über alle Kapitel hinweg (wie diora's Web-Reader), nicht Kapitel für Kapitel. Lesefortschritt wird als dieselbe "blockIndex:innerFraction"-Positionsangabe geführt wie der Web-Reader (books/models.py, EBookProgress) — blockIndex zählt dabei exakt wie static/js/app.jss EPUB_BLOCK_SELECTOR (p, h1-h6, li, blockquote, dt, dd, figcaption + textbasierte divs ohne Element-Kinder), fortlaufend über das ganze Buch. Dadurch ist die Position zwischen TUI und Web-Reader direkt vergleichbar, und diora-tui sync kann Fortschritt in beide Richtungen synchronisieren (siehe unten).

Fortschritt wird — genau wie im Web-Reader (save_progress) — nur vorwärts überschrieben ("furthest wins"), lokal in progress.json (~/.local/share/diora-tui/, via platformdirs), damit ein älterer/gestaffelter Lauf nie eine bereits weiter gelesene Position zurücksetzt.

Setup

cd tui
pip install -e .

Nutzung

diora-tui --library ~/Books   # Standard: ~/Books

Tastenkürzel:

  • /k, /j — zeilenweise scrollen
  • n — nächstes Kapitel, p — vorheriges Kapitel
  • f — Fußnote in der Nähe der aktuellen Position anzeigen (Peek-Overlay, Escape/f/q zum Schließen); Erkennung folgt derselben Heuristik wie app.jss _looksLikeFootnoteLink (Link in/um <sup>, Klassenname mit note/footnote/fn, oder epub:type="noteref")
  • Enter — markiertes Buch aus der Bibliothek öffnen
  • Escape / q — zurück zur Bibliothek (im Reader) bzw. beenden (in der Bibliothek)

Der Fließtext ist auf 120 Zeichen Breite begrenzt und horizontal zentriert (lesbarer als volle Terminalbreite bei breiten Fenstern).

Bücher + Fortschritt vom Server holen (diora-tui sync)

diora-tui sync                              # nutzt gespeicherte Zugangsdaten, sonst interaktive Abfrage
diora-tui sync --server https://diora.creamfresh.xyz --save   # einmalig einrichten + speichern

Lädt alle EPUBs des Accounts über GET /api/sync/ + GET /books/<id>/data/ herunter, entschlüsselt sie lokal (AES-256-GCM, kompatibel zu static/js/app.js) und legt sie als normale .epub-Dateien in --library ab (Dateiname <id> - <Titel>.epub) — von da an funktionieren sie wie jedes andere lokale Buch. Bereits heruntergeladene Bücher werden beim nächsten Lauf übersprungen (kein erneuter Download). Der Fortschritt aus dem Snapshot wird dabei ebenfalls übernommen (nur vorwärts, wie lokal auch).

Während ein so heruntergeladenes Buch geöffnet ist (erkennbar am <id> - -Dateinamens- Präfix), schickt der Reader Fortschritts-Updates zusätzlich zurück an den Server (POST /books/<id>/progress/, force: false — überschreibt also nie eine weiter gelesene Position, egal ob die vom Web-Reader oder einem anderen Gerät stammt). Rein lokale Bücher (ohne dieses Präfix) bleiben unangetastet, kein Netzwerkzugriff.

Dafür nötig, beim ersten Lauf abgefragt (danach optional lokal gespeichert unter ~/.config/diora-tui/config.json, chmod 600):

  • Server-URL — z.B. https://diora.creamfresh.xyz.
  • API-Token — diora → Einstellungen (/accounts/settings/) → "Personal Access Token".
  • Verschlüsselungs-Key — der AES-256-Schlüssel, mit dem deine Bücher clientseitig verschlüsselt wurden. Der sync-Prompt bietet zwei Wege:
    1. Aus Benutzername + Passwort ableiten (Standard) — reproduziert exakt, was diora's "Unlock with password"-Formular im Browser tut (PBKDF2-HMAC-SHA256, 200.000 Iterationen, Salt "diora:" + username; siehe static/js/app.js:deriveAndStoreKey). Funktioniert nur, wenn der Account diesen Weg im Browser mindestens einmal benutzt hat — sonst wurde der Key ursprünglich zufällig im Browser erzeugt, und diese Ableitung trifft ihn nicht. sync meldet einen falschen Key als Entschlüsselungsfehler (harmlos, kein Datenverlust), nie als falsches Ergebnis.
    2. Base64-Key direkt einfügen — für den Fall, dass Weg 1 nicht passt. Der Export-Button dafür ist im Browser-UI aktuell nicht verdrahtet (exportEncKey() in app.js existiert, hat aber keinen sichtbaren Button); bis das nachgezogen ist, in der Browser-Devtools-Konsole auf der diora-Seite (nicht /accounts/settings/ — die lädt app.js nicht) ausführen: await exportEncKey() — kopiert den Key ins Clipboard, von dort ins sync-Prompt einfügen. Schlägt das mit einem NotAllowedError/InvalidAccessError fehl, stattdessen direkt aus localStorage lesen: localStorage.getItem('diora_enc_key_' + window.USER_ID).

Der Key/Token wird genauso vertrauensvoll behandelt wie im Web-Client (dort liegt der Schlüssel unverschlüsselt in localStorage): lokal als Klartext in einer 0600-Datei.

Performance bei großen Büchern

Sehr große Bücher (mehrstellige Tausend Absätze — z.B. Sammelbände) können beim ersten Öffnen mehrere Sekunden bis niedrige zweistellige Sekunden brauchen (Parsing + Zeilenumbruch-Berechnung für die durchgehende Ansicht). Ein zweites Öffnen desselben Buchs bei gleicher Terminalbreite ist dank Cache (~/.cache/diora-tui/layout_cache/) deutlich schneller. Das Rendering selbst skaliert nicht mit der Buchgröße — nur die tatsächlich sichtbaren Zeilen werden gezeichnet (Textual Line API), nicht das ganze Buch auf einmal.

Grenzen der aktuellen Version

  • Nur EPUB, kein PDF — sync lädt PDFs im Account gar nicht erst herunter (übersprungen, wird gemeldet), da der Reader sie ohnehin nicht darstellen kann.
  • Text wird als Fließtext ohne Bild-/Layout-Rendering dargestellt.
  • innerFraction (die Position innerhalb eines Blocks) ist eine Terminal-Näherung (zeilenbasiert statt pixelbasiert wie im Browser) — für die Fortschritts-Sortierung zählt primär blockIndex, der exakt mit dem Web-Reader übereinstimmt; innerFraction ist nur ein Tiebreaker innerhalb desselben Blocks.